In Frankreich eskaliert der Streit um politische Symbolik im Sport. Mehrere Spieler der Ligue 1, der höchsten Fußballliga des Landes, wurden gesperrt, weil sie sich weigerten, Regenbogenlogos zu tragen — eine staatlich unterstützte Aktion „gegen Homophobie“. Die französische Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra forderte umgehend „die härtesten Sanktionen“ für die widerspenstigen Profis.
Die betroffenen Spieler begründeten ihre Weigerung mit persönlichen und religiösen Überzeugungen.
Besonders im Fokus steht Lyon-Mittelfeldspieler Nemanja Matić. Er wurde für zwei Spiele gesperrt, weil er während einer Begegnung eine Anti-Homophobie-Botschaft auf seinem Trikot verdeckt hatte. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie am 17. Mai hatten alle Ligue-1-Vereine ihre Trikots mit einem Regenbogenaufnäher versehen. Matić betrat zwar das Spielfeld — doch die Regenbogenfarben waren verdeckt, und das Wort „Homophobie“ war auf seinem Shirt durchgestrichen. Sichtbar blieb nur „Football“.
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