Der SPD-Politiker Matthias Miersch behauptete vor drei Monaten, dass Jesus „ein Linker“ gewesen sei. Kein Jahr vergeht, in dem nicht irgendein linker Politiker Jesus als Argument für seine Umverteilungsgelüste zu missbrauchen versucht. „Was würde Jesus tun?“ ist eine interessante Frage. Deren Beantwortung Linken missfallen wird.
Gut, er wäre sicherlich kein Kapitalist nach marxistischer Definition. Zugegebenermaßen ist es schwer vorstellbar, dass Jesus Christus mit einem Privatflugzeug zu der Aktionärsversammlung seines Nasdaq-Unternehmens fliegen würde. Er wäre wohl auch im Jahr 2025 kein Kapitalbesitzer mit etlichen Angestellten.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch
Die andere Definition eines „Kapitalisten“ ist da schon deutlich gewinnbringender – wie alles, was ohne Karl Marx auskommt. Nämlich ein Kapitalist, der deswegen Kapitalist ist, weil er für den Kapitalismus und die Marktwirtschaft streitet. Der Kapitalismus als eine Ordnung, die auf freien Verträgen, freiwilligen Interaktionen zwischen Menschen und natürlichen Prozessen jenseits staatlicher Befehle beruht. Eine Ordnung, die Ungleichheit, Reichtum und Privateigentum zulässt. Die nicht auf einen allmächtigen Staat, geschweige denn einen omnipräsenten Sozialstaat deutscher Größenwahngröße setzt.
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