Am kommenden Samstag steht der Leipziger Stadtteil Connewitz im Fadenkreuz. Zwei Gruppen, die sich selbst zur linksradikalen Szene zählen, gehen dabei aufeinander los. Im Vordergrund stehen die linksradikale Gruppierung Handala (Migrantifa), die sich mit Palästina solidarisiert, und die Gruppe der „Antideutschen“, die bedingungslose Solidarität mit Israel fordert. Gegenseitig bezichtigt man sich des Faschismus. Am Wochenende werden knapp 1000 Polizisten in Connewitz im Einsatz sein.
Graffiti im Stadtteil Connewitz: „Bomb Gaza“ steht auf einer Hauswand.
Der Leipziger Stadtteil Connewitz brodelt. Im Vorfeld der geplanten Demonstrationen am „Connewitzer Kreuz“ kam es bereits zu mehreren Übergriffen auf Mitglieder beider Gruppen. Brisant ist vor allem der Zeitpunkt der Demonstration: Ziemlich genau vor zehn Jahren griffen Hunderte rechtsradikale Hooligans den Stadtteil an und zerstörten Läden und Kulturzentren und zündeten Brandsätze gegen Linke. Nun kündigen propalästinensische Antifas an, den Stadtteil „auseinandernehmen“ zu wollen. Die Gruppierung, die sich mit den Palästinensern solidarisiert, heißt „Handala“ und taucht in mehreren Verfassungsschutzberichten des Landes Sachsen auf.
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