Linker Personenkult in Deutschland: Vom Trampolin- zum TikTok-Land

vor etwa 1 Jahr

Linker Personenkult in Deutschland: Vom Trampolin- zum TikTok-Land
Bildquelle: Tichys Einblick

Politik und Medien haben jetzt das Reichinnek-Niveau erreicht, mit anderen Worten, Interesse an der gegenwärtigen Politik setzt ein starkes Interesse an Trash voraus. Leere Gesten, hohle Phrasen, Betrieb um des Betriebs Willen, immer schneller geht es im Kreisverkehr, in dem inzwischen die deutsche Politik hängt. Man würde nicht darüber schreiben müssen, wenn nicht auch die Feuerwehr im Kreisverkehr mit lautem Martinshorn rasant Runde für Runde dreht, während gleich hinter dem Kreisverkehr das Haus abbrennt. Die Lage in der Welt ist ernst, doch der deutsche Blick in die Welt ist nur der Blick in die deutsche Glaskugel.

Faulkners vielleicht berühmtester Satz aus dem Roman „Requiem für eine Nonne“ lautet: „Das Vergangene ist nie tot. Es ist nicht einmal vergangen.“ Gute 35 Jahre nach dem Ende der DDR bin ich geneigt, Faulkners Satz für bare Münze zu nehmen. Eigentlich hätte mich bereits Anfang der 90er Jahre eine Inschrift hoch oben am Giebel eines Mietshauses in Berlin stutzig machen müssen, die ein unbeugsamer Klassenkämpfer in luftiger Höhe an die Häuserwand gepinselt hatte und die lautete: „Der Kapitalismus hat nicht gesiegt, er ist nur übrig geblieben.“

Inzwischen haben Angela Merkel und Olaf Scholz, Robert Habeck und Annalena Baerbock – und wider Erwarten die ganze FDP – Anmut zwar, aber keine Mühe gespart, um diesen Kapitalismus kaputt zu bekommen. Merkel hat sich von dem früheren Maoisten Trittin dafür die Methode Energiewende einflüstern lassen.

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