Angestellte von Rüstungskonzernen leben gefährlich. Angebliche Kriegsgegner greifen bekanntlich gerne zu recht unfriedlichen Mitteln. Gerade in Deutschland gibt es den Typus des militanten Pazifisten. Das klingt paradox und ist es natürlich auch, aber logische Konsistenz war noch nie eine linke Kernkompetenz.
Besonders gefährlich leben leitende Mitarbeiter von Rüstungskonzernen. Armin Papperger ist so einer: Der 62-jährige Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall gehört zu den am stärksten gefährdeten Menschen in Deutschland. Unsere Sicherheitsbehörden halten für ihn einen Personenschutz auf dem Niveau des Bundeskanzlers für zwingend nötig.
Die US-Geheimdienste haben der Bundesrepublik schon vor langer Zeit mitgeteilt, dass es russische Attentatspläne gegen Papperger gebe. Auch deshalb wird der Wohnsitz des Top-Managers von der Polizei streng bewacht. Dieselbe Polizei hat jetzt trotzdem einen Protestzug des Aktionsbündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ genehmigt – aber nicht etwa zur Unternehmenszentrale (was man sofort verstehen würde), sondern zum Privathaus des Konzernchefs (was völlig unverständlich ist).
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