Die jüngsten Unruhen in Los Angeles, die als Reaktion auf gezielte Ausweisungen der Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) und Donald Trump entbrannten, sorgen für Schlagzeilen. Während Medien wie CNN die Ereignisse oft als „überwiegend friedliche Proteste“ oder als „legitime Demonstrationen mit etwas Unruhe“ beschönigen, bieten sie für demokratische Politiker in Opposition zu Donald Trump beste Profilierungsfläche. So sprach der demokratische Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, am Mittwoch von „Machtmissbrauch“. Er sagte: „Wenn Leute einfach von der Straße weggeschnappt werden können, ohne Haftbefehl, allein wegen eines Verdachts oder ihrer Hautfarbe – dann ist niemand sicher.“
Womöglich ist der Einsatz Newsoms für illegale Einwanderer nicht ganz zufällig. Denn Recherchen offenbaren, dass die Proteste gegen Abschiebungen keineswegs spontan sind, sondern von gut finanzierten Organisationen mit Verbindungen bis in die höchsten politischen Kreise Kaliforniens gesteuert werden. Darüber berichtete unter anderem die Bürgerrechtsanwältin Laura Powell auf X.
Die Proteste hätten demnach weniger einen basisdemokratischen Ursprung, sondern seien das gezielte Resultat von politischer Agitation. Nachdem in den vergangenen Tagen ICE-Agenten in der Region Los Angeles über 100 mutmaßliche illegale Einwanderer festgenommen haben, um diese abzuschieben, kamen tausende Personen zu groß angelegten Demonstrationen zusammen. Im Zuge jener kam es zu Vandalismus, Verkehrsblockaden und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Polizisten, mitunter plünderten die Demonstranten Läden und setzten Barrikaden in Flammen.
Im Zentrum des Widerstands steht dabei die Organisation Coalition for Humane Immigrant Rights (CHIRLA), eine in Los Angeles ansässige Non-Profit-Organisation, die sich für die Rechte illegaler Einwanderer einsetzt und bereits 2018 eine Kampagne zur Abschaffung der ICE-Behörde lancierte.
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