Als vor etwas über 2 Jahren ChatGPT auf den Markt kam, dauerte es nicht lange, bis sowohl Schreckens- als auch Jubelszenarien die Medien überschwemmten. Während die einen den neuen KI-Gott erwarteten, fürchteten andere dystopische Szenarien, die direkt aus Science-Fiction-Klassikern wie Terminator stammen könnten. Die Realität war ernüchternd. Anstatt innerhalb von einem halben Jahr die Singularität zu erreichen, spuckten woke Bild-KIs Multikulti-Nazis und -Wikinger aus und drohte KI-Inzucht die neue Technologie im Keim zu ersticken, bevor sie noch zu voller Blüte gelangte.
Seitdem haben sich die diversen KI-Modelle aber als mal mehr, mal weniger zuverlässige Werkzeuge etabliert. Gewiss, die Probleme mit der Zuverlässigkeit der Informationen sind so aktuell wie eh und je, aber die Sorge vor einer potentiell übermächtigen KI ist mittlerweile dem Spott über die inhärente Dummheit der Algorithmen gewichen.
Aber Tests mit den neuesten KI-Modellen fachen diese Sorgen nun wieder an – zumindest medial. Denn bei Versuchen, bei denen KIs dazu angeleitet wurden, ihre festgelegten Ziele „um jeden Preis“ zu verfolgen, zeigten sich mehrere KI-Modelle dazu bereit, zu lügen und die Programmierer zu hintergehen, um einer etwaigen Löschung zu entgehen. Besonders die neueste Version von ChatGPT, genannt o1, stach dadurch hervor, dass sie nicht nur bereitwillig Widersprüche zwischen ihrer Aufgabenstellung und den eingebauten Sicherheitsbarrieren durch Sabotage umging, sondern diese Sabotage danach auch vehement durch Lügen oder vorgetäuschte Ignoranz verschleierte.
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