Luftangriffe auf Syrien, komplettes Waffenarsenal zerstört: In nur 72 Stunden verändert Netanjahu den Nahen Osten

vor mehr als 1 Jahr

Luftangriffe auf Syrien, komplettes Waffenarsenal zerstört: In nur 72 Stunden verändert Netanjahu den Nahen Osten
Bildquelle: NiUS

Mit dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien bricht dem Bündnis des Iran mit islamistischen Terrorgruppen im Libanon und den Palästinensergebieten eine zentrale Verbindungsroute weg. Das bedrohte Israel, seit Herbst 2023 im Existenzkampf, nutzt die Gelegenheit, schnell, hart und entschlossen gegen seine Todfeinde vorzugehen.

Die „Achse des Widerstands“, wie die Erzfeinde Israels ihr Bündnis nennen, hat einen folgenschweren Fehler begangen und die Büchse der Pandora geöffnet. Der mit dem Iran und der Hisbollah abgestimmte Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sollte den jüdischen Staat schwer treffen und in einen Mehrfrontenkrieg stürzen – doch gut ein Jahr später hat Israel längst das Heft des Handels in der Hand. Und räumt nach und nach mit islamistischen Regimen und Terrororganisationen auf.

Nächtliche Luftangriffe auf Ziele wie Waffendepots bei Damaskus.

Das winzige Israel – mit 20.000 Quadratkilometern nur so groß wie das Bundesland Hessen – muss sich seit jeher seiner Haut in einer sehr rauen Nachbarschaft erwehren. Oft ist von der „Villa im Dschungel“ die Rede. Naivität in der Einschätzung der vielen Staaten und Terrorgruppen, die von der Vernichtung des jüdischen Staates träumen, können sich die Israelis nicht leisten, sie wäre selbstmörderisch. Als der Westen den sogenannten Arabischen Frühling bejubelte, meinte Dan Shueftan, Vorsitzender des National Security Studies Center an der Universität Haifa, trocken: „Ach ja, der ‚Arabische Frühling‘. Ich hab‘ noch nie so gefroren.“

Israel rüstet seine Feinde gründlich ab.

Die hochvolatile Lage im Nahen und Mittleren Osten wird in Israel sehr genau analysiert, Szenarien werden entwickelt – und politische und militärische Antworten für den Fall der Fälle.

Regierungschef Benjamin Netanjahu hat immer – und anders, als oft behauptet wird – vor größeren militärischen Auseinandersetzungen zurückgeschreckt, hat selbst angesichts von Raketenbeschuss israelischer Städte Konflikte immer auf „kleiner Flamme“ gehalten. Es gibt in Israel Stimmen, die schon vor Jahrzehnten forderten: „Lasst die IDF gewinnen!“, aber die wahre Feuerkraft der Armee wurde nie eingesetzt. Im Kern blieb etwa die bis an die Zähne bewaffnete Hamas immer bestehen, auch wenn hier und da einige ihrer Führer ausgeschaltet wurden. Luftschläge blieben begrenzt.

Benjamin Netanjahu beim Nordkommando im Grenzgebiet.

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