Knapp vier Wochen war Luisa Neubauer an Bord der Segelyacht „Malizia Explorer“ unterwegs, begleitet von Wissenschaftlern und einem pädagogischen Projekt, das Livestream-Unterricht für Schulen weltweit vorsah.
In einem aktuellen Interview für die Podcast-Serie „Heimspiel – Apocalypse und Filterkaffee“ schildert Neubauer nun ihre Eindrücke in stark emotionalen Bildern: Die Gletscher seien „bahnbrechend schön“, das Erlebnis habe sich „außerplanetar“ angefühlt. Gleichzeitig sprach sie von „total schön und total weltschmerzend“, wenn sie das Brechen und Schmelzen des Eises hörte. Die Aktivistin setzt somit weiter auf ihre bekannte Kommunikationsstrategie, die stark auf Emotionen und persönliche Erlebnisse setzt.
Kritiker werfen die Frage nach dem Nutzen dieser Expedition auf: Zwar betont Neubauer, sie habe Schüler weltweit in Online-Unterrichtseinheiten zum Klimawandel eingebunden und damit ein „globales Klassenzimmer“ geschaffen. Doch Skeptiker bezweifeln, dass der pädagogische Effekt den erheblichen Aufwand rechtfertigt. Expeditionen in entlegene Regionen sind teuer, logistisch komplex und selbst mit erheblichen Emissionen verbunden – ein klarer Widerspruch zu Neubauers Positionen. Während die Aktivistin symbolträchtige Reisen unternimmt, verlangt sie von der Bevölkerung weitreichende Veränderungen im Alltag.
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