Sich politische Botschaften auf die Brüste zu heften, ist kein ganz neuer Trick der aufmerksamkeitssüchtigen Aktivismus-Szene.
Was macht man nicht alles als Frau, wenn Worte nicht mehr reichen, um im medialen Zirkus noch jemanden zu erreichen, die bisherigen Parolen verwelkt sind, keiner mehr ohne Demogeld auf die organisierten Versammlungen kommt und man schon noch eine Schippe drauflegen muss, um es im Wettlauf um Aufmerksamkeit noch einmal in die Hauptnachrichten zu schaffen.
„Sex sells!“, es ist die unkaputtbare Taktik zum Verkauf jedes Produktes. Egal ob ich halbnackte Frauen wuschig über glitschige Motorhauben schrubben lasse, um Motoröl zu verkaufen oder oben ohne duschen lasse, um ein Deo anzupreisen. Warum Werbestrategen das machen? Weil es funktioniert.
Der vermeintliche Tabubruch, in der medialen Öffentlichkeit seine sekundären Geschlechtsteile zu betonen, ist längst kein echter mehr. Dem Stammhirn von Männern hat das aber keiner gesagt, deswegen reagieren sie immer noch wie Primaten auf eine Frau mit offener Bluse. Frauen wissen das auch und setzen ihre Körper genau deswegen gerne auch zielgerichtet und strategisch in Szene, selbst wenn es die feministische Bewegung in der Regel empört von sich weist. Gilt es doch in diesen Kreisen eher als Verrat an der Frauenbewegung, wenn Frau mit ihrem Sexappeal Aufmerksamkeit erregt, anstatt mit ihrem brillanten Intellekt zu punkten.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











