Medienberichte werfen ein neues Licht auf das Wirken der kontroversen Grüne-Jugend-Chefin Jette Nietzard: Die Jungpolitikerin soll wohl intern mit mehr als nur harten Bandagen gekämpft haben. Recherchen des Nachrichtenmagazins Spiegel enthüllen, wie erbarmungslos Nietzard gegen Macht-Konkurrenten oder jene, die sie als solche begriff, und interne Kritiker vorging. Sie zeigen ein Netzwerk von teils kleinlicher Bösartigkeit und Intrigen.
Das Magazin sprach mit Vertretern aus der Grünen Jugend – sie alle wollen anonym bleiben, zeichnen aber das Bild einer mehr als nur machtbewussten Jette Nietzard. Sie habe mit Unterstützung eines kleinen, aber schlagkräftigen und in doppeltem Sinne linken Netzwerks Mitglieder der Grünen Jugend regelrecht gejagt. Von „Machtmissbrauch“ und „Mobbing“ ist die Rede: Menschen, die anderer Meinung waren, seien durch sie und die ihr nahestehenden angeschrien, eingeschüchtert und diffamiert worden, heißt es laut Bericht übereinstimmend von mehreren Verantwortungsträgern.
„Menschen, die als Bedrohung für die Macht des Netzwerks wahrgenommen wurden, erlebten Diffamierung“, berichtet ein Funktionär. Persönliche Probleme seien politisiert worden und umgekehrt: „Man könnte das mit Schulhofmobbing vergleichen.“ Sogar Äußerlichkeiten wie Kleidung soll Nietzard kritisiert haben, berichtet der Spiegel: Bemerkenswert für eine Parteijugend, die sich sonst woke und gerade in solchen Fragen sehr achtsam gibt.
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