CDU-Hoffnungsträger Manuel Hagel: Gefangen zwischen Brandmauer und kraftvoller Industriepolitik

vor 8 Monaten

CDU-Hoffnungsträger Manuel Hagel: Gefangen zwischen Brandmauer und kraftvoller Industriepolitik
Bildquelle: NiUS

Wenn man nicht so genau hinschaute, klang der Gast bei „Caren Miosga“ wie ein harter Hund: „Es sind zu viele ungeregelt gekommen, mit Sicherheit. Deshalb muss die irreguläre Migration runter, und wir brauchen die geregelte Migration.“ Migranten, bei denen es sich größtenteils um „junge Männer“ handle, kämen manchmal aus Ländern, „wo Mann und Frau nicht gleichberechtigt sind, wo die Polizisten nicht die Guten sind“.

Am 8. März 2026 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Auftakt für das Wahljahr – und für die Union eine der wichtigsten politischen Entscheidungen der nächsten Monate. Grund genug, im Top-Talk der ARD am Sonntagabend den „wichtigsten Kopf“ der kommenden Kampagne einzuladen: den Grünen Cem Özdemir. Nicht CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, dessen Partei derzeit mit 29 Prozent die Umfragen anführt, nicht AfD-Frontmann Markus Frohnmaier, den Zweitplatzierten (21 Prozent), sondern die Nummer drei Cem Özdemir (20 Prozent).

Özdemir will den amtierenden Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann beerben und ist ein Meister in bürgerlicher Attitüde. In der FAZ beschrieb er unlängst das Unwohlsein seiner Tochter im Angesicht lungernder Migrantengruppen, die ihr ungebeten Sprüche nachriefen, und gibt sich auch gesprächsbereit über ein Verschieben des Verbrenner-Verbots ab 2035. Und wenn Özdemir, der sich gern einen „anatolischen Schwaben“ nennt, ganz besonders erdverbunden sein möchte, holt er gern die Mundart raus: „Jeder, der ins Land kommt, muss wissen: Zweck des Aufenthalts ist im Regelfall die erwerbstätige Beschäftigung – nicht das Beziehen von Transferleistungen. Also musst du arbeiten. Auf Schwäbisch würde man sagen: ‚Das Hemd schwitzt nicht von allein‘.“

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