Manuel Ostermann von der Bundespolizeigewerkschaft: Warum eine Schutzbewaffnung das wahre Problem nicht löst

vor mehr als 1 Jahr

Manuel Ostermann von der Bundespolizeigewerkschaft: Warum eine Schutzbewaffnung das wahre Problem nicht löst
Bildquelle: NiUS

Ein Gastbeitrag von Manuel Ostermann

Nicht unsere Weihnachtsmärkte müssen zum Hochsicherheitstrakt ausgebaut werden, sondern das eigentliche Problem muss behoben werden.

Das sogenannte „Tatmittel Messer“ ist Gegenstand deutscher Realität und gerade jetzt zur besinnlichen Weihnachtszeit überbieten sich Politiker u.a. bei Schutzmaßnahmen unserer Weihnachtsmärkte. Das ist schon eine erstaunliche Entwicklung in dem angeblich so friedlichen Deutschland. Nicht die Weihnachtszeit als solche steht vielerorts im Mittelpunkt, sondern der Schutz größerer Veranstaltungen vor terroristischen Bedrohungslagen.

Eine Entwicklung, die uns nicht wundern darf, denn schließlich ist es unsere Sicherheitspolitik, die uns in diese Lage manövriert hat. Eine ideologische Politik voller Ignoranz und Tabuisierung hat Deutschland nachhaltig verändert. Ich möchte hier mehrere Probleme beleuchten, aber insbesondere möchte ich auf eines verweisen: den kollektiven Freiheitsverlust durch Angst.

Das Messer als Tatwaffe ist inzwischen trauriger Alltag in Deutschland.

Erst gestern schrieb mir ein Bekannter, dass er abends von einer Veranstaltung zum Auto lief und bedroht wurde. Ein hohes Unwohlsein, Angst und die Frage, was jetzt tun. Es war offenkundig ein Migrant, der meinem Bekannten, den ich mindestens als liberal bezeichnen würde, dieses Erlebnis bescherte. Leider ist diese Art der Begegnung Gegenstand des Alltags für viele Menschen. Interessant war jedoch die Reaktion und damit die Schlussfolgerung meines Bekannten: Die Überlegung, einen kleinen Waffenschein zu beantragen, um sich im Ernstfall verteidigen zu können.

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