Mitten auf der Grand-Place von Brüssel steht nun eine neue Weihnachtskrippe, die sicher nicht für Festtagsstimmung sorgt: Statt traditioneller Holzfiguren zeigt die Installation „Les Étoffes de la Nativité“ lebensgroße, aus recycelten Stoffen gefertigte Silhouetten ohne erkennbare Gesichter.
Die Designerin und Innenarchitektin Victoria-Maria Geyer setzte dieses Experiment um; Auftraggeber waren die Organisatoren der städtischen Winterveranstaltung „Plaisirs d’Hiver“ in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturprogramm. Die Stadtregierung und die lokale katholische Kirche gaben dem Entwurf ihre Zustimmung.
65.000 Euro kostete die Umsetzung, eine Summe, die Fragen nach Prioritäten und öffentlicher Transparenz aufwarf. Kritiker monieren, dass in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und drängender kommunaler Aufgaben ein solches Projekt politisch schwer zu verkaufen sei. Befürworter kontern, die Arbeit ziele auf Nachhaltigkeit und kulturelle Öffnung: die Figuren bestehen aus Textil-Patchwork und sollen durch das Fehlen individueller Züge den Betrachter zur Projektion einladen – „Jeder soll sich in den Figuren wiederfinden können“.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











