Durch Schweden geht eine Welle der Gewalt. Bei tödlichen Schusswaffendelikten liegt das Land seit Jahren an der Spitze in Europa.
Während in Deutschland mit seiner achtmal größeren Bevölkerung (84,7 Millionen) im letzten Jahr 65 Menschen mit Schusswaffen getötet wurden, waren es in Schweden mit seinen 10,56 Millionen Einwohnern 53 Schusswaffentote und 2022 sogar 62. Wie grausam hoch die schwedische Tötungsrate ist, zeigt ein Vergleich mit dem bevölkerungsmäßig ähnlichen Österreich (9,2 Millionen Einwohner), wo im letzten Jahr „nur“ acht Menschen mit Schusswaffen getötet wurden.
Nicht besser sieht es bei der Zahl aller Straftaten aus: In Deutschland kommen pro Jahr auf 100.000 Einwohner ca. 7.000 Straftaten, in Schweden sind es 14.100 – ziemlich genau doppelt so viele. Zwar konzentriert sich die Kriminalität in Schweden auf Stockholm, Göteborg und Malmö, die drei größten Städte des Landes, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass Schweden heute das kriminellste und an seinen Brennpunkten gefährlichste Land Europas ist – noch vor Serbien, Albanien und Litauen. Urlauber, Touristen und selbst Geschäftsleute, die sonst eigentlich nur in die besseren Viertel kommen, sollten sich heute gut überlegen, ob sie sich die inzwischen ziemlich bleihaltige Luft dieses einst schönen Landes wirklich antun wollen.Das war aber keineswegs immer so. Noch vor 25 Jahren lagen die Todesfälle durch Schusswaffen in Schweden bei ca. 20 im Jahr – bereits damals anteilig höher als in Deutschland, aber weit entfernt vom heutigen Niveau.
Was ist in diesem kurzen Zeitraum passiert? Was hat die Kriminalität in nur wenigen Jahren explodieren lassen?
Spurensicherung an einem Tatort in Schweden
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











