Die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Iran-Krieg hat sich schon in den ersten 24 Stunden als fragil erwiesen. Unklar ist, ob die Straße von Hormus nun frei ist oder nicht? Letzten Meldungen zufolge soll die für die globale Energieversorgung strategisch wichtige Meerenge vom Iran wieder blockiert gewesen sein. Greift die NATO doch noch in den Konflikt ein? Kommt es am Wochenende überhaupt zu Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad über einen Zehn-Punkte-Friedensplan, von dem niemand weiß, wie er genau aussieht und ob er Bestand hat? Das Medienecho zum vermeintlichen „Sieg“ der USA über den Iran ist mehr als verhalten. Tenor: Trump habe bestenfalls einen Pyrrhussieg errungen!
Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) warnt denn auch vor verfrühter Euphorie: „Donald Trump belügt sich selbst. Diese Waffenruhe ist kein Sieg für die USA. Die militärischen Fähigkeiten Irans wurden im Krieg zwar langfristig geschwächt. Dennoch geht Teheran gestärkt in die anstehenden Verhandlungen. Trump muss nun auf seinen Forderungen beharren, selbst wenn dadurch die Gespräche scheitern.“
Ähnlich sieht es die „Junge Freiheit“ (JF): „Der Waffenstillstand im Irankrieg ist eine Atempause ohne Lösung. Hoffnungen, der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran bedeute ein Ende des Krieges, sind naiv. Er hat lediglich seine Gestalt gewandelt. Denn Teheran hat die Wirtschaft als neues Schlachtfeld entdeckt.“
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