Medikamentenengpässe verschärfen sich: Jetzt fehlt auch Kochsalzlösung

vor fast 2 Jahren

Medikamentenengpässe verschärfen sich: Jetzt fehlt auch Kochsalzlösung
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Die Lieferengpässe bei Medikamenten in Deutschland weiten sich weiter aus. Aktuell sind auch Kochsalzlösungen, die für Infusionen, Spülungen und Operationen benötigt werden, von Engpässen betroffen. Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt es derzeit insgesamt 496 betroffene Arzneimittel, darunter auch wichtige Antibiotika.

„Es gibt zurzeit viel zu wenig Kochsalzlösung. Was in den Klinken schon seit Monaten ein großes Problem ist, erreicht jetzt auch die Versorgung ambulanter Patienten“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, gegenüber der Rheinischen Post. Zahlreiche Hersteller könnten öffentliche Apotheken derzeit nicht ausreichend beliefern. Preis forderte stabile Lieferketten und mehr politisches Engagement, um solche Versorgungsprobleme zu vermeiden.

Besonders betroffen ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Kliniken, darunter auch Universitätskliniken, haben sich laut dem NRW-Gesundheitsministerium bereits mit dringenden Anfragen an das Ministerium gewandt. „Die Kliniken in Nordrhein-Westfalen und Deutschland werden seit mehreren Monaten nur noch mit rund 80 Prozent der Bedarfe beliefert, zuletzt sogar nur noch mit rund 50 Prozent“, so ein Ministeriumssprecher.

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