Mehr als drei Viertel der deutschen Automobilzulieferer wollen geplante Investitionen in Deutschland verschieben, verlagern oder ganz streichen. Das berichtet die Berliner Zeitung, basierend auf der jüngsten Umfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Damit ist der Trend, Investitionen nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland zu planen, nochmals verstärkt: Der VDA berichtet von nun 20 Prozent der Unternehmen, die geplante Investitionen in Deutschland ganz streichen wollen. Im Februar waren es laut VDA 14 Prozent der Automobilzulieferer gewesen – ein rapider Anstieg, der ein Aussterben einer deutschen Kernindustrie in Aussicht stellt.
Die Zahl der Unternehmen, die ihre Investitionen woanders tätigen wollen, liegt derweil jetzt bei 24 Prozent. Die Gegenfrage zeigt, wie deutlich die Krise ist: Nur ein Prozent der Unternehmen will Investitionen in Deutschland erhöhen. Für die Studie wurden insgesamt 136 Unternehmen aus der Branche befragt.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller spricht von „alarmierenden“ Zahlen: „Wir als deutsche Automobilindustrie wollen, dass Arbeitsplätze und Wohlstand erhalten bleiben, und wollen auch künftig hierzulande unsere Produkte und Autos fertigen“, so die Präsidentin weiter. Schon jetzt zeigt sich aber, dass der Trend vor allem einen heftigen Arbeitsplatzabbau bedeuten wird.
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