Am Abend hat Angela Merkel ihre Autobiographie vorgestellt. Das Buch trägt den Titel „Freiheit. Erinnerungen 1954-2021“. Moderiert wird der Abend von Anne Will. Dass diese nicht den Anspruch an sich selbst stellt, kritische und kontroverse Fragen zu stellen, wird schnell klar. Als „irrsinnig präzise“ bezeichnet sie gleich zu Beginn der Veranstaltung das Buch von Merkel.
Zunächst geht es kurz um Merkels Leben in der DDR. Im Wendejahr 1989 habe es diejenigen gegeben, die „Revolution wirklich vorangetrieben haben“. Zu diesen habe sie selbst jedoch nie gehört, bekundet Merkel. Auch an Demonstrationen hätte sie nie teilgenommen. Bei der großen Bürgerdemonstration am 4. November 1989 hätte sie nicht teilgenommen, da sie auf dem Geburtstag ihrer Großtante gewesen sei. „Sonst hätte ich natürlich teilgenommen“, so Merkel.
Man könne den vielen oppositionellen Bürgern jedoch „danken“, dass sie „vorangeschritten sind“, so Merkel. Für ihr späteres Leben hätte sie aus den Erfahrungen in der DDR jedoch auch Nutzen ziehen können. Eine gewisse „Verschwiegenheit“ wahren zu können, hätte ihr auch als Politikerin vielfach geholfen.
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