In die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) soll endlich Bewegung kommen, findet die frühere Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka (CDU). Und auch der frühere DDR-Bürgerrechtler und letzte Afrikabeauftragte von Kanzlerin a.D. Angela Merkel, Günter Nooke (CDU), ist mit dem Reformeifer des ÖRR nicht zufrieden. Wanka und Nooke gehören dem Präsidium eines neu gegründeten Vereins an, der gezielt Lobbyarbeit für die Reform von ARD und ZDF machen will.
Auf den Medienrechtstagen, die am 14. und 15. Januar 2026 in Frankfurt (Oder) stattfinden, wird der „InformationsQualität e.V.“, dessen Präsident Nooke ist, ebenfalls auf dem Podium vertreten sein. Zu den Protagonisten gehört auch die Ex-FDP-Abgeordnete Katja Adler, die unweit von Frankfurt (Oder) aufgewachsen ist.
Die ostdeutsche Dominanz in der Vereinsspitze ist kein Zufall: Gerade in den neuen Ländern ist die Unzufriedenheit mit den öffentlichen Sendern besonders groß. Der frühere Spiegel-Journalist Jürgen Hogrefe ist ebenfalls im Präsidium des Vereins vertreten, der in Berlin bereits ein Büro besitzt und seine Webseite in den nächsten Tagen freischalten will.
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