Bundeskanzler Friedrich Merz will eine neue transatlantische Partnerschaft begründen – denn: Zwischen Europa und den USA habe sich „eine Kluft, ein tiefer Graben aufgetan“. Das beklagte Merz bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Möglich sei diese Erneuerung nur durch ein stärkeres, selbstbestimmtes Europa. Und eine Abkehr der USA vom Großmachtsdenken zurück zur Partnerschaft mit Europa.
Der Bundeskanzler blieb seinem Duktus treu, den er in den vergangenen Wochen kultiviert hatte: Er versucht, politische Grundsatzpositionen zu verbreiten, die veränderte Weltlage zu beschreiben, benutzt dafür aber eine düstere, beinahe angsteinflößende Rhetorik.
Zunächst beschwor Merz die Gemeinsamkeiten zwischen Europa und den USA – und die Notwendigkeit, auf diese zu bauen: „Wir müssen diesseits und jenseits des Atlantiks zu dem Schluss kommen: Zusammen sind wir stärker. Wir Europäer wissen, wie kostbar das Vertrauen ist, auf dem die NATO gründet. Im Zeitalter der Großmächte werden auch die USA auf dieses Vertrauen angewiesen sein. Selbst sie stoßen an die Grenzen der eigenen Macht“, so Merz weiter.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











