Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine könnte es zu direkten Gesprächen zwischen den beiden Kontrahenten kommen. Für Donnerstag zeichnet sich in Istanbul ein mögliches Gipfeltreffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin ab.
Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre es das erste persönliche Aufeinandertreffen der beiden seit Beginn der Invasion vor über drei Jahren – und möglicherweise ein Wendepunkt im bislang festgefahrenen Konflikt. Bis dahin machen die europäischen Staaten Druck und versuchen, Putin zum Waffenstillstand zu bewegen. Im Auftrag von Kanzler Friedrich Merz verkündete der Bundespressesprecher ein Ultimatum an Putin, mit Blick auf die Uhr …
„Ich werde am Donnerstag auf Putin in der Türkei warten, persönlich“, erklärte Selenskyj überraschend am Sonntagabend auf der Plattform X. Die Worte fielen, nachdem Putin seinerseits direkte Friedensgespräche ohne Vorbedingungen ab Donnerstag in Istanbul vorgeschlagen hatte. Unklar bleibt allerdings, ob der russische Präsident tatsächlich anreist. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, man befürchte, dass die Ukraine eine Waffenruhe dazu nutzen könne, um „Verstärkungen an die Front zu bringen und neue Waffen aus dem Ausland zu erhalten“.
Während Selenskyj sich öffentlich bereit erklärte, auf seinen Gegenspieler zu warten, forderte er in demselben Statement weiterhin eine „volle und dauerhafte Feuerpause“ ab Montag. „Es hat keinen Sinn, das Töten fortzusetzen“, so der ukrainische Präsident.
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