Meta soll Negativfolgen von Social-Media-Konsum verschleiert haben

vor 7 Monaten

Meta soll Negativfolgen von Social-Media-Konsum verschleiert haben
Bildquelle: Apollo News

In einem laufenden Klageverfahren mehrerer US-Schulbezirke gegen Meta, Google, TikTok und Snapchat sind neue Details öffentlich geworden. Gerichtsunterlagen aus den USA zeigen, dass Meta eine interne Studie mit Hinweisen auf psychische Belastungen durch die Nutzung seiner Plattformen gestoppt haben soll.

Das Forschungsprojekt „Project Mercury“ aus dem Jahr 2020 kam laut Unterlagen zu dem Ergebnis, dass Nutzer, die sieben Tage auf Facebook verzichteten, von „geringeren Gefühlen von Depression, Angst, Einsamkeit und weniger sozialen Vergleichsdruck“ berichteten. Meta soll die Untersuchung beendet haben, statt die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Die Schulbezirke werfen dem Unternehmen zudem vor, den Schutz junger Nutzer bewusst vernachlässigt zu haben, weil striktere Maßnahmen das Wachstum bremsen könnten. Schutzfunktionen seien absichtlich schwach ausgestaltet worden. Unter anderem geht es um unzureichendes Vorgehen gegen pädokriminelle Aktivitäten: In einem dokumentierten Fall wurde ein Konto erst nach 17 eindeutig belegten Versuchen sexueller Kontaktaufnahme gesperrt.

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