Nach dem Terroranschlag in Magdeburg befürchtet das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) offenbar rassistische Übergriffe auf Ausländer. Der Verband rät „Menschen mit Migrationsgeschichte dringend davon ab, sich alleine und in den Abendstunden durch die Stadt zu bewegen“. Weiter heißt es, dass „man durch zahlreiche Berichte über rassistische Aggressionen im Nachgang des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt alarmiert“ sei.
Die Organisation hat kurz vor den Weihnachtsfeiertagen die Erklärung herausgegeben. Als Dachorganisation für Migrantenvereine in Sachsen-Anhalt fungiert LAMSA als zentraler Ansprechpartner für die Landesregierung in Fragen der Migration. Mit über 110 Mitgliedsorganisationen und Einzelpersonen versammelt LAMSA hinter sich immerhin rund 20.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt.
Doch LAMSA ist nicht die einzige Organisation, die das Sicherheitsgefühl von Migranten in Deutschland bedroht sieht. Dabei steht insbesondere die CDU und ihr Generalsekretär Carsten Linnemann in der Kritik. Dieser forderte, bei der zweiten vorsätzlichen Straftat das Aufenthaltsrecht von Ausländern zu entziehen. „Die CDU läutet den Wahlkampf mit unseriösen und populistischen Abschiebungsforderungen ein“, so die rechtspolitische Sprecherin von Pro Asyl, Wiebke Judith hierzu gegenüber dem RND.
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