Vor dem Hintergrund zahlreicher Verspätungen und Zugausfälle hat die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr insgesamt 156,1 Millionen Euro an Entschädigungen an Fahrgäste ausgezahlt. Damit hat sich der Betrag im Vergleich zum Jahr 2019 verdreifacht, lag jedoch etwa 41 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres.
„Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab“, erklärte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson den Rückgang der Entschädigungen gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Doch an den Verspätungsquoten im Fernverkehr ist keine Verbesserung ablesbar, eher im Gegenteil.
Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass den Entschädigungszahlungen gewaltige volkswirtschaftliche Schäden gegenüberstehen. Verspätungen und Zugausfälle führen zu verspätetem Arbeitsbeginn, verpassten Terminen sowie zu Kettenreaktionen in Lieferketten und betrieblichen Abläufen. Wer schon einmal wegen eines Zugausfalls in einer beliebigen Stadt übernachten oder ein Taxi nehmen musste, kann davon ein Lied singen.
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