Minderjährige Flüchtlinge: Balearen wollen Migrationsnotstand ausrufen

vor 10 Monaten

Minderjährige Flüchtlinge: Balearen wollen Migrationsnotstand ausrufen
Bildquelle: NiUS

Die balearische Regierung plant, den migrationsbedingten Notstand auszurufen. Der Grund: Man habe keine weiteren Kapazitäten, um noch mehr junge Migranten aufnehmen zu können.

Hintergrund: Am heutigen Donnerstag tritt in Spanien das neue königliche Dekret zur „obligatorischen Solidarität“ in Kraft. Das bedeutet, dass die Kanaren und die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla von nun an unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in andere Teile des Landes verlegen können. Für jede autonome Region ist eine spezifische Aufnahmekapazität ermittelt. Der Schlüssel: 32,6 Plätze pro 100.000 Einwohner. Wer dreimal so viele Flüchtlinge – als gemäß Schlüssel vorgeschrieben – aufgenommen hat, kann demnach einen migrationsbedingten Notstand ausrufen. Genau das haben die Kanaren und die spanischen Enklaven bereits getan.

Doch auch die Balearen planen nun, sich weiteren Zuweisungen zu verweigern. Mit 700 unbegleiteten jungen Migranten liegen sie zwar über der Kapazität von 406 Plätzen, nicht aber über der definierten Dreifachgrenze. Dennoch prüft der juristische Dienst der Insel-Regierung die rechtliche Grundlage. Konkret entfacht sich der Streit an 49 weiteren jungen Migranten, die von den Balearen beherbergt werden sollen.

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