Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner will sich aus dem Skandal rund um seine Tennis-Stunde während des Blackouts befreien – und geht in die kommunikative Offensive. Dass er von dem einstündigen Sporttermin am Samstagmittag, wenige Stunden nach Beginn des Stromausfalls, tagelang nichts gesagt hat, stufte er als Fehler ein.
Zugleich verteidigte er das Tennisspiel mit seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). „Mir war an diesem Tag wichtig, dass ich eine Stunde Sport mache“, sagte Wegner laut einer Meldung der dpa. „Ich musste abschalten. Ich musste herunterkommen. Ich musste meine Gedanken fassen und ordnen.“
Die SPD hat derweil das Feuer auf den eigenen Regierenden Bürgermeister eröffnet. „Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass er die Berlinerinnen und Berliner belogen hat oder, dass ihm eine Tennis-Partie wichtiger war, als nach einem terroristischen Anschlag in der schlimmsten Stromkrise seit Jahrzehnten bei den betroffenen Menschen vor Ort zu sein“, sagte der zum Spitzenkandidaten gekürte Steffen Krach.
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