Mit fünf Divisionen begann Israel in den Morgenstunden dieses Dienstags eine neue Offensive auf Gaza-Stadt. Über 130.000 Reservisten hat das Land einberufen, die Operation dürfte mehrere Monate dauern. Das Land setzt damit zum finalen Schlag gegen die Hamas an, der sich im Verlauf dieses Jahres inmitten diverser Verhandlungen und einem 12-Tage-Krieg mit dem Iran lange verzögert hat.
Jetzt will Premier Netanyahu endlich den Krieg, den die Hamas vor nun fast zwei Jahren mit einem brutalen Massaker begann, beenden. Und unter der israelfreundlichen US-Regierung von Donald Trump sieht er jetzt entsprechenden Rückenwind – trotz zunehmender internationaler Attacken auf das Land, wie etwa Ankündigungen, einen palästinensischen Staat anzuerkennen durch Frankreichs Präsident Macron oder die Verhängung eines Waffenembargos durch Bundeskanzler Friedrich Merz.
Auf Isolation durch israelfeindliche Haltungen im Ausland müsse sein Land aber reagieren, indem es unabhängiger von ebenjenen Ländern werde, erklärte Netanyahu am Montag. Man müsse gerade im Rüstungsbereich ein „Super-Sparta“ werden, das nicht auf andere angewiesen sei und selbst entsprechende Rüstungsgüter herstellen und sich damit verteidigen kann. Nötig sei eine „Wirtschaft mit autarken Eigenschaften“.
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