Gesundheitsministerin Nina Warken kündigte im Interview mit der Rheinischen Post an, den Sonderbericht zur Masken-Affäre Spahns doch in geschwärzter Form dem Bundestag vorlegen zu wollen. Der Bericht soll nächste Woche vorgelegt werden. Zuvor hatte sie nur einen Bericht vorlegen wollen, der sich auch auf den Sonderbericht bezieht. Passagen aus dem Sonderbericht Sudhofs, die in der Öffentlichkeit bekannt geworden waren, hatten die Kritik an Jens Spahn verschärft.
Geschwärzt werden sollen zum Beispiel Mitarbeiterdaten oder Details zu noch laufenden Gerichtsverfahren. Zu einer möglichen Veröffentlichung des Berichts für die Allgemeinheit sagte Warken: „Das Dokument ist für die Abgeordneten gedacht. Es bleibt als Verschlusssache eingestuft. Noch mehr Transparenz geht leider nicht.“
Zugleich verteidigte die Gesundheitsministerin das Handeln ihres Vorgängers: „Jens Spahn hat Verantwortung übernommen in schwierigen Zeiten.“ Natürlich würde man mit dem Wissen von heute andere Entscheidungen treffen. „Aber das ist das Schicksal eines jeden Krisenmanagers, der in Notsituationen schnell entscheiden muss.“ Konsequenzen für Spahn steht sie skeptisch gegenüber, sie will ihm gegenüber „keinen Vorwurf formulieren“.
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