Sie waren lange und gespannt erwartet worden, am Mittwoch kamen sie dann: Trumps „reziproke Zölle“. Mit ihnen schockierte er jetzt die Finanzwelt. Von 10 Prozent bis knapp 50 Prozent ist je nach Land jetzt alles Mögliche dabei.
Trumps Argumentation dabei: Andere Länder erheben bisher zum Teil höhere Zölle auf US-Produkte, als die USA andersherum. Grundsätzlich hat der US-Präsident damit einen Punkt. Die Europäische Union trifft nun etwa ein Zoll von 20 Prozent, basierend darauf, dass sich das Weiße Haus einen Zoll auf US-Waren von knapp 40 Prozent errechnet hat.
Auf dem Papier kommen EU-Zölle dabei nicht annähernd an letztere Zahl, aber die Amerikaner argumentieren nicht nur mit Zöllen, sondern auch mit „Währungsmanipulation und Handelsbarrieren“. Und egal, was aus Brüssel jetzt kommt: Beim Thema Handelsbarrieren, also solchen Maßnahmen, die keine offiziellen Zölle sind, aber trotzdem US-Firmen in Europa massiv schaden, hat Trump durchaus auch einen weiteren Punkt.
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