Monika Gruber oder Mehrheit entdeckt, dass sie die Mehrheit ist

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Monika Gruber oder Mehrheit entdeckt, dass sie die Mehrheit ist
Bildquelle: Tichys Einblick

Monika Grubers schauspielerische und kabarettistische Leistung kann nur gelobt werden. Aber es gibt Momente, da wird aus einem Erfolg auf der Bühne ein politisches Phänomen, zur politischen Manifestation. Dieser Moment trat ein, als Monika Gruber in ihrem heimatlichen Erding, einer hübschen, aber bislang in der Weltgeschichte eher unauffälligem Ort nördlich des dominanten München eine Protestveranstaltung zum Thema Wärmepumpe organisierte.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurde ausgepfiffen, sein Machtkonkurrent Hubert Aiwanger von den Freien Wählern hielt eine Volksfestrede in der derben bayerischen Tradition, das woke rotgrüne Milieu tobte. Monika Gruber nahm damals noch Söder in Schutz vor zu lauten Protesten; das hat ihn wahrscheinlich am allermeisten geärgert: Nicht mehr Söder beherrscht die Szene, sondern ein Vertreter des fahrenden Volkes, schlimmer noch: eine Vertreterin.

Seither ist die Gruberin nicht nur die erfolgreiche Kabarettistin, die den Münchner Zirkus-Krone-Bau oder das Olympiastadium füllt. Seither ist sie auf dem besten Weg zur bayerischen Volksheldin, steigerungsfähig nur noch durch einen Brunnen auf dem Münchner Viktualienmarkt neben Liesl Karlstadt und Karl Valentin. Welche Stadt feiert eigentlich ihre komischen Talente so selbstbewusst wie München? Aber noch gibt es Monika Gruber in Fleisch und Blut und nicht in Bronze. Doch seit Erding ist ihr Weg vorgezeichnet.

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