An der Guldeinschule im Münchner Westend, einer Brennpunktschule mit 245 Schülern, steht Rektorin Heike Stark vor großen Herausforderungen. Die Schule, die in der Nähe der Augustiner-Brauerei liegt, habe damit zu kämpfen, dass zwei Drittel der Eltern der Schüler Migrationshintergrund hätten, so Stark in einem Interview in der Abendzeitung. Zuvor hatte Focus darüber berichtet.
In dem Gespräch erklärte Stark, dass viele Eltern aus bildungsfernen Verhältnissen stammen, insbesondere aus Ländern wie Afghanistan, Serbien, Albanien oder afrikanischen Staaten. Sie hätten Schwierigkeiten, sich im deutschen Schulsystem zurechtzufinden. „Diese Eltern leben als funktionale Analphabeten in Deutschland‘“, so Stark resigniert. Selbst übersetzte Schulbriefe seien für viele Eltern eine Hürde, und Gespräche mit Lehrkräften erforderten oft Dolmetscher, die über die Stadt organisiert werden.
Dabei sei die Kommunikation mit den Eltern aufwendig und essenziell, betont Stark. Wenn Eltern das Schulsystem verstünden, verbessere sich die Zusammenarbeit deutlich. Doch oft dominiere Frustration: „Es gibt einfach viel Frust“, so die Rektorin gegenüber der Münchner Zeitung.
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