Macht hat drei zwingend notwendige und sich gegenseitig bedingende Eigenschaften: Wirtschaftliche, militärische und politische Stärke. Sie zu haben reicht aber nicht aus. Damit Andere wissen, dass man mächtig und auch die Eigenen davon überzeugt sind, dass sie mächtig sind, muss Macht inszeniert werden. Und zwar mit Bildern und Personen, die weit vom Alltäglichen entfernt sind.
Tatsächliche Mächte haben das in der Geschichte erfolgreich praktiziert. Kleinere Mächte und ganz besonders Länder ohne Macht verfallen hingegeben oft dem Irrtum, Ursache und Wirkung zu verwechseln. Sie glauben, dass sie durch eine hübsche und aufwendige Inszenierung tatsächlich mächtig wären.
Einer dieser Politiker aus einem tatsächlich mächtigen Land, der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance, versuchte 2025 dieser Konferenz etwas an Ernsthaftigkeit zurückzugegeben, indem er in seiner Rede die Probleme der selbstgefälligen westlichen EU-Länder ansprach. Die Reaktionen darauf waren entmutigend. Zwar haben sich ausschließlich die Richtigen angesprochen gefühlt, doch, leider, kamen die Antworten, ohne auch nur kurz Innezuhalten, und über das von Vance Gesagte nachzudenken.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











