Otto Mueller war einer der bedeutendsten Maler des frühen 20. Jahrhunderts – seine Werke werden in den prominentesten Museen der Welt ausgestellt, etwa dem Museum of Modern Art in New York. Zum 150 Jubiläum seines Geburtstages werden in Münster einige seiner Gemälde, Aquarelle und Grafiken zurück nach Deutschland geholt und für einige Monate hier ausgestellt. Statt sich über die Möglichkeit zu freuen, werfen Otto Mueller nun ausgerechnet die Macher der Jubiläumsausstellung Rassismus und Sexismus vor – stellen ihn gar in Verbindung mit den Nationalsozialisten.
Wie die NZZ berichtet, werden dem Künstler, der 1930 starb, von den Kuratorinnen – es sind alles Frauen – zwei Dinge zur Last gelegt: Er habe nackte Frauen aus einem „männlichen Blick“ heraus gemalt und sie so sexualisiert sowie namenlos als reines Objekt dargestellt. Zuschauerinnen könnten sich durch diese Bilder unwohl fühlen, heißt es in einem Begleittext zu der Ausstellung.
Zweitens habe er klischeehafte Darstellungen von Sinti und Roma gemalt, die heutige Angehörige des Volkes verletzen könnten. Im Ausstellungskatalog heißt es, dass Muellers Malweise Ausdruck von „ethisch fragwürdigen Haltungen, sozialer sowie wirtschaftlicher Ausbeutung, sexueller Gewalt, rassischer Dominanz und Überlegenheit“ sei.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











