Als die AfD „Muslim Interaktiv“ 2024 verbieten wollte, stimmte die Union dagegen

vor 8 Monaten

Als die AfD „Muslim Interaktiv“ 2024 verbieten wollte, stimmte die Union dagegen
Bildquelle: NiUS

Vor 17 Monaten scheiterte ein AfD-Antrag im Bundestag, der das Verbot der radikal-islamistischen Gruppierung „Muslim Interaktiv“ forderte. Heute, im November 2025, setzte das Innenministerium unter Führung von Alexander Dobrindt (CSU) eine Verbotsverfügung gegen die Gruppierung durch. Die Union, die inhaltlich mit der AfD einig war, verweigerte ihre Zustimmung aus purer „Brandmauer“-Logik – und votierte fast geschlossen gegen den Vorstoß.

Die Debatte um „Muslim Interaktiv“ (MI) hatte sich an der Hamburger Kalifats-Demo im April 2024 entsponnen, die zu einem Symbol für den Umgang mit Islamismus in Deutschland geworden war und eine öffentliche Debatte ausgelöst hatte. Der Verein, der sich als jugendliche Plattform für „praktizierenden Islam“ tarnt, wurde vom Verfassungsschutz Hamburg als gesichert extremistisch eingestuft und der verbotenen Hizb ut-Tahrir Bewegung zugeordnet, die offen die Errichtung eines globalen Kalifats unter Scharia-Recht propagiert. Bei der genannten Demo in Hamburg mit über 1.100 Teilnehmern skandierten Demonstranten „Allahu Akbar“ und hissten islamistische Fahnen, auf der Demonstration herrschte strenge Geschlechtertrennung.

Diesen Antrag brachte die AfD im vergangenen Mai ein.

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