Der 21-Jährige, der in Magdeburg einen Anschlag auf größere Menschenmengen geplant haben soll, reiste 2024 legal nach Deutschland ein, wie die sachsen-anhaltinische Innenministerin Tamara Zieschang am Dienstag im Landtag bekannt gab. Die Einreise erfolgte im Juni 2024. Im Frühjahr begann er eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Der Verdächtige kommt aus Zentralasien, sagte sie. Eine konkrete Nationalität wollte die Innenministerin nicht nennen, um „gewisse Maßnahmen“ nicht zu gefährden, sagte sie laut Spiegel.
Der Verdächtige war am Freitagabend von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, um „die Durchführung der von ihm geäußerten Anschlagspläne auf größere Menschenmengen zu verhindern“, wie eine Sprecherin des Innenministeriums gegenüber Bild sagte. Es bestehe der Verdacht einer islamistischen Motivation. Deshalb bereitet das Ministerium gerade die Abschiebung vor. Aktuell befindet der Mann sich in Vorbereitungshaft, wie die Innenministerin ausführte.
Das Innenministerium eines Bundeslandes kann nach Paragraf 58a des Aufenthaltsgesetzes eine Abschiebung anordnen, wenn das der Abwehr „einer besonderen Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder einer terroristischen Gefahr“ dient. Der 21-Jährige habe bestimmte Anschläge glorifiziert und Anzeichen einer Radikalisierung gezeigt. So habe er Anfang Dezember in Magdeburg ein Waffengeschäft besucht, jedoch ohne eine Waffe zu kaufen. Er habe ein Interesse an Waffen und Schießtraining gezeigt.
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