Die Tagesschau hat eine Studie zu Diskriminierung falsch wiedergegeben. Als die FAZ eine Anfrage dazu schickte, löschte die ARD den Beitrag.
44 Prozent der Betroffenen hätten die Möglichkeit genutzt, offiziell Beschwerde einzulegen: Mit dieser Behauptung untermauerte die 20-Uhr-„Tagesschau“ am vergangenen Dienstag ihren Bericht über die Studie „Wie Deutschland Diskriminierung erlebt“. Dem Beitrag zufolge hätten 44 Prozent – eine Angabe, die auch in einer groß eingeblendeten Grafik hervorgehoben wurde – sich bewschwert. Ein Blick in die Studie selbst zeigt jedoch ein anderes Bild: Tatsächlich haben nur 8,1 Prozent der Betroffenen eine offizielle Beschwerde eingereicht.
Der Sender nahm den Beitrag nach einem Hinweis von Plagiatsjäger Stefan Weber sowie einer Anfrage der FAZ aus dem Netz, antwortete dem Blatt zu einem weiteren Kritikpunkt des Blatts: „Zudem fehlte ein Hinweis zum Befragungszeitraum, der zwischen Mai 2021 und Januar 2023 lag, also zur Zeit der Corona-Pandemie.“
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