In der südspanischen Stadt Torre-Pacheco, unweit der Metropole Murcia, spielen sich seit Freitag dramatische Szenen ab. Nachdem ein junger Marokkaner am Mittwochmorgen grundlos auf einen unschuldigen älteren Mann massiv eingeprügelt und ihn schwer verletzt zurückgelassen hatte, hat sich in der spanischen Stadt eine Gruppe von Spaniern gebildet, die aus Rache Jagd auf Marokkaner macht. Das berichtet unter anderem die spanische Zeitung Marca.
So hatten sich in Torre-Pacheco am Freitagnachmittag, laut spanischen Medien, etwa 2.000 Menschen zusammengefunden, um für mehr Sicherheit, für einen klaren Umgang mit dem Täter und gegen die Asylpolitik zu demonstrieren. Unter mehreren Personen eskalierte die Demonstration dann im Laufe des Abends.
Um 20:30 Uhr hatten sich Einwohner auf dem Rathausplatz eingefunden, so die spanische Zeitung El Español, als sich einige marokkanische Bürger der Demonstration angeschlossen hatten. Sie sollen auch Transparente mit der Aufschrift: „Koexistenz ja, Kriminalität nein“, „Marokkanisches Pacheco-Gefühl“, „Nein zu Gewalttaten“ gezeigt haben, berichtet die Zeitung.
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