Nachdem es infolge eines linksextremistischen Brandanschlags zu einem fünftägigen Stromausfall in Berlin kam, ist am Samstag bekannt geworden, dass die Reparaturarbeiten an der beschädigten Kabelbrücke noch lange dauern werden. Am Mittwoch konnte die Stromversorgung über eine provisorische Hochspannungsleitung für die betroffenen 44.400 Haushalte wieder vollständig hergestellt werden. Am Samstagvormittag wurde eine zweite provisorische Hochspannungsleitung in Betrieb genommen, teilte das Stromnetz Berlin mit.
Weiter teilte das Stromnetz Berlin mit: „Die beiden Provisorien bleiben solange in Betrieb, bis der ursprüngliche Netzzustand wiederhergestellt ist. Die Planungen dafür laufen bereits. Die eigentlichen Arbeiten werden allerdings Monate in Anspruch nehmen.” Denn der Brandanschlag habe einen erheblichen Schaden verursacht. Neben den über 44.000 Haushalten waren auch etwa 2.000 Geschäfte vom Stromausfall betroffen.
Die linksextremistische „Vulkangruppe” hatte sich zu dem Brandanschlag bekannt und diesen als „Gemeinwohl” bezeichnet. In einem zweiten mutmaßlichen Bekennerschreiben, das später veröffentlicht wurde, wurde die Vermutung zurückgewiesen, dass Russland hinter dem Anschlag stehen könnte. In dem zweiten Bekennerschreiben heißt es, dass sich der Anschlag nicht gegen Menschen gerichtet habe, sondern gegen eine Infrastruktur, die Menschen und die Umwelt ausbeute (mehr dazu hier).
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