Was sich am 3. Januar in den frühen Morgenstunden in der venezolanischen Hauptstadt Caracas abgespielt hat, war wohl eine der beeindruckendsten Militäroperationen in der amerikanischen Geschichte: In einer zuvor über Monate minutiös geplanten Operation entführten Soldaten der Delta Force der US Army den De-facto-Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, und seine Ehefrau aus ihrem Schlafzimmer im Fuerte-Tiuna-Komplex und brachten sie außer Landes.
Doch die Festnahme Maduros, die durchaus als eines der wichtigsten geopolitischen Ereignisse der letzten Jahre gewertet werden kann, hat im südamerikanischen Land ein schlagartiges und völlig unerwartetes Machtvakuum geschaffen. Vergrößert wird diese Unsicherheit auch durch die derzeit noch unklaren Pläne der US-Regierung.
Die neue De-facto-Staatschefin Venezuelas ist Delcy Rodríguez – sie ist eine langjährige enge Vertraute Maduros und war als Ministerin über Jahre maßgeblich an den zahlreichen Korruptionssystemen des venezolanischen Regimes, etwa dem Aufbau des mutmaßlichen Militär-Drogenrings „Cartel de los Soles“, beteiligt.
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