Nach Schüssen auf Beamte: Polizei spricht Göttinger Großfamilien Aufenthaltsverbote aus

vor etwa 2 Stunden

Nach Schüssen auf Beamte: Polizei spricht Göttinger Großfamilien Aufenthaltsverbote aus
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Nach den Schüssen auf einen Polizisten in Göttingen zieht die Polizei Konsequenzen: Gegen 64 Mitglieder zweier verfeindeter Großfamilien wurden drastische Maßnahmen verhängt. Die Behörden sprachen 40 Aufenthaltsverbote aus, die für bestimmte Viertel oder das komplette Stadtgebiet gelten. Auch 24 Meldeauflagen wurden ausgesprochen. Auslöser für das harte Durchgreifen war eine Massenschlägerei zwischen zwei Clan-Familien im Juni, als ein 16-Jähriger auf einen Polizisten geschossen und ihn schwer verletzt hatte. Danach lief eine tagelange Fahndung in ganz Europa.

Der Jugendliche hatte sich dann in Begleitung eines Anwalts bei der Polizei in Göttingen gemeldet. Das teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Gegen den Jugendlichen mit Wurzeln im Kosovo wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt.

Am Rande der „Nacht der Kultur“ war es zu einer Auseinandersetzung zwischen den zwei rivalisierenden Großfamilien in der Göttinger Innenstadt gekommen. Gegen 22:15 Uhr soll der 16-Jährige im Bereich Weender Tor und Weender Landstraße mehrere Schüsse abgegeben und dabei einen Beamten schwer verletzt haben, so die Behörden. Auf der Intensivstation kämpften die Ärzte um das Leben des Polizisten, und er überlebte. Mit einem europäischen Haftbefehl wurde nach dem Jugendlichen gefahndet. Unter anderem durchsuchte die Polizei drei Wohnhäuser, davon zwei in Göttingen und eines in Gieboldehausen – dabei wurden mehrere Handys sichergestellt.

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