Nach Streusalz-Genehmigung: Naturschutzbund NABU kündigt juristische Prüfung wegen Umweltbedenken an

vor 5 Monaten

Nach Streusalz-Genehmigung: Naturschutzbund NABU kündigt juristische Prüfung wegen Umweltbedenken an
Bildquelle: Apollo News

Während die Hauptstadt wegen permanenten Glatteises im Chaos versinkt, beschäftigt sich der Naturschutzbund NABU lieber mit den klimaschädlichen Folgen von Streusalz. Nachdem eine Allgemeinverfügung erlassen wurde, die es der Stadt und Privatpersonen erlaubt, auch zuvor verbotenes Streusalz zu verwenden, kündigte NABU-Geschäftsführerin Melanie von Orlow am Freitag eine juristische Prüfung des Vorgehens an. Darüber berichtete der Tagesspiegel.

Nachdem die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt den Einsatz von Tausalz doch erlaubte und die Nutzung per Allgemeinverfügung genehmigt wurde, lehnt der Naturschutzbund Streusalz konsequent ab. „Es gefährdet unser Trinkwasser, schädigt die ohnehin stark belasteten Stadtbäume, verätzt die Pfoten von Haustieren und beschleunigt die Korrosion an Gebäuden und Infrastruktur“, sagte von Orlow. Die negativen Wirkungen seien seit Jahren bekannt. „Umso unverständlicher ist es, dass Senatorin Bonde nun in einer kurzfristigen Hauruck-Aktion den flächendeckenden Einsatz von Streusalz erlaubt.“

Von Orlow wies daraufhin auf vermeintlich umweltfreundlichere Alternativen wie Sand oder Splitt hin, die benutzt werden könnten, um gegen die Glätte vorzugehen. Darüber hinaus kritisierte von Orlow, dass auch Eigentümer und Winterdienste teilweise selbst für die Glätte verantwortlich seien. „Dass viele Gehwege derzeit gefährlich glatt sind, liegt nicht am fehlenden Salz, sondern daran, dass Eigentümer und Winterdienste ihren Räum- und Streupflichten nicht ausreichend nachkommen“, kritisierte die NABU-Geschäftsführerin. Sie kündigte außerdem an, den Sachverhalt juristisch prüfen zu lassen.

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