Der Abzug von 5.000 amerikanischen Soldaten aus Deutschland ist beschlossene Sache. Wie das Pentagon mitteilte, hat der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Schritt angeordnet. Innerhalb von sechs bis zwölf Monaten sollen die Truppen das Land verlassen. Die Entscheidung folge einer „gründlichen Überprüfung“ der US-Präsenz in Europa und berücksichtige sowohl Einsatzanforderungen als auch die Lage vor Ort.
Der Abzug kommt nicht überraschend – er ist die direkte Konsequenz eines offenen Konflikts zwischen Washington und Berlin. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Mittwoch mit dem Schritt gedroht, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz die US-Strategie im Krieg gegen den Iran scharf kritisiert hatte. Merz hatte bei einer Diskussion mit Schülern im Sauerland gesagt: „Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie.“ Da werde „eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannte Revolutionsgarde“. Der Krieg sei unüberlegt gewesen.
Der Bundeskanzler besuchte US-Präsident Trump im Weißen Haus im März.
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