Nach seiner Niederlage bei der ungarischen Parlamentswahl am vergangenen Wochenende hat Viktor Orbán im ersten Interview seit der Abstimmung auf dem YouTube-Kanal Patrióta einen tiefgreifenden Umbau seiner Partei Fidesz angekündigt. Es brauche eine „komplette Erneuerung“, kündigte er an. Zudem bezeichnete er die Wahlniederlage als Ende „einer politischen Ära“.
Orbán machte deutlich, dass er die Niederlage nicht als bloßen Ausrutscher betrachtet. So sagte er, es gehe „um mehr als nur darum, eine oder zwei Positionen auszutauschen“, und das rechte Lager könne „in seiner bisherigen Form nicht weiterbestehen“. Damit begründete er seinen Anspruch auf einen grundlegenden Neuaufbau von Fidesz.
Obwohl er die Verantwortung für den Misserfolg „zu 100 Prozent“ auf sich nahm, schloss er einen Rückzug kategorisch aus. Stattdessen stellte er klar, dass er weiterhin bereit sei, eine führende Rolle zu übernehmen: „Wenn sie sagen, dass ich die Mannschaft wieder aufs Feld führen soll, dann werde ich sie ins nächste Spiel führen.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











