Infolge der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Rumänien tritt der bisherige Regierungschef des Landes, Marcel Ciolacu, von seinem Amt zurück. Gleichzeitig erklärte der Chef der Sozialdemokratischen Partei Rumäniens (PSD) am Montagabend den sofortigen Austritt seiner Partei aus der Regierungskoalition.
Seinen Rücktritt begründete Ciolacu mit der Niederlage des Präsidentschaftskandidaten des Regierungsblocks, Crin Antonescu, bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag. Die Regierung bleibt vorerst geschäftsführend im Amt – rumänischen Medienberichten zufolge soll der bisherige Bildungsminister Daniel David kommissarischer Ministerpräsident werden; ernannt wird er durch den ebenfalls kommissarischen Präsidenten Ilie Bolojan.
Damit entsteht in Rumänien plötzlich ein massives Machtvakuum – bislang hatte der Regierungsblock, der aus den zwei traditionellen Volksparteien des Landes, der Nationaliberalen Partei und den Sozialdemokraten, bestand, immense Macht inne; innerhalb weniger Wochen verliert er jedoch Staats- und Regierungsoberhaupt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











