Der Fall Ulmen/Fernandes geht in die nächste Runde: In Spanien ruht derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen den Schauspieler Christian Ulmen im Zusammenhang mit Vorwürfen vonseiten seiner Ex-Frau, der Schauspielerin Collien Fernandes – wie die Anwälte Ulmens öffentlich angegeben hatten, vermeintlich wegen einer fehlenden notariellen Beglaubigung. Doch nun widerspricht das Gericht in Palma de Mallorca dieser Darstellung: Das Verfahren ist ausgesetzt, weil zunächst die zuständige Richterin entscheiden soll, ob in Spanien oder in Deutschland ermittelt werden soll. Das berichtet die Zeit.
„Nur aus diesem Grund ist das Verfahren derzeit ausgesetzt“, heißt es zu der Sache vonseiten des Gerichts. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet. Die Vorwürfe gegen Ulmen wurden im Zuge der Berichterstattung des Spiegel bekannt – Fernandes wirft ihrem Ex-Mann vor, unter ihrem Namen jahrelang Fakeprofile auf Onlineplattformen erstellt, Männer aus ihrem beruflichen Umfeld kontaktiert und unter anderem Nacktfotos und Sexvideos verschickt zu haben. Ulmen streitet die schweren Vorwürfe vehement ab – seine Anwälte haben bereits rechtliche Schritte gegen die aus ihrer Sicht falsche Berichterstattung des Spiegel und anderer Medien angekündigt.
Eine Anklage liegt ohnehin noch nicht vor. In den spanischen Ermittlungen gegen Ulmen geht es unter anderem um Identitätsdiebstahl, Geheimnisverrat, öffentliche Verleumdung, wiederholte Misshandlung und schwere Bedrohung. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Itzehoe in dem Fall wurden eigentlich bereits eingestellt.
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