Mehr als 250 Frauen haben wegen der Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen einen Zehn-Punkte-Plan zum „Schutz vor männlicher Gewalt“ gefordert. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Arbeitsministerin Bärbel Bas, Luisa Neubauer und die führenden Grünen-Politikerinnen Britta Haßelmann, Katharina Dröge und Franziska Brantner. „Wir sind entsetzt über die abscheuliche Gewalt, die Collien Fernandes öffentlich gemacht hat“, heißt es zu Beginn des Plans, der dem Spiegel vorliegt.
Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, über Jahre hinweg falsche Profile unter ihrem Namen angelegt und damit Kontakt zu Männern aufgenommen zu haben. Es seien Hunderte Fälle, sagt sie. In einigen Fällen soll Ulmen sich auch als seine damalige Frau ausgegeben und erotische Telefonate mit anderen Männern geführt haben. Außerdem soll er Videos verschickt haben, die den Eindruck erwecken, dass sie von ihr seien. Ulmen schweigt bislang zu den Vorwürfen.
Initiiert wurde der Plan unter anderem von der Grünen-Politikerin Ricarda Lang. Die Unterzeichner bewundern den „Mut“ der Frau und solidarisieren sich mit ihr. Auch Carolin Kebekus und Veronika Ferres haben den Plan unterschrieben. So wird beispielsweise gefordert, die Herstellung „nicht einvernehmlich sexualisierter Deepfakes“ unter Strafe zu stellen. Bisher ist das Erstellen solcher KI-generierten Inhalte nicht strafbar, wenn sie keine andere Person sieht.
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