Von den im März eröffneten Dublin-Zentren in Brandenburg und Hamburg aus sind bislang nur vergleichsweise wenige Migranten in die nach EU-Recht zuständigen Länder zurückgeführt worden. Nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums gegenüber der Berliner Zeitung wurden bis Ende August lediglich fünf Personen aus dem Zentrum in Eisenhüttenstadt nach Polen überstellt, obwohl dort insgesamt 72 Menschen untergebracht waren. In Hamburg wurden im gleichen Zeitraum 38 Überstellungen bei 75 untergebrachten Migranten registriert.
Die Einrichtungen sollen Rückführungen von Flüchtlingen ohne Bleiberecht beschleunigen. Grundlage dafür ist die Dublin-Verordnung, die festlegt, dass jener EU-Staat für ein Asylverfahren zuständig ist, in dem ein Migrant erstmals registriert wurde.
In Brandenburg erklären die Behörden die geringe Zahl an Überstellungen mit verstärkten Grenzkontrollen und seit April auch mit Zurückweisungen. Dadurch kämen kaum noch Personen mit einem sogenannten Eurodac-Treffer aus Polen nach Eisenhüttenstadt. Von den dort untergebrachten 72 Personen seien zudem rund 42 entweder untergetaucht oder ins Kirchenasyl gegangen. Das Zentrum verfügt über 150 Plätze.
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