Neuer Markt: Chinesische Sexpuppen von WM Doll erobern die USA

vor etwa 1 Jahr

Neuer Markt: Chinesische Sexpuppen von WM Doll erobern die USA
Bildquelle: NiUS

In Chinas sozialen Netzwerken ist sie ein Star: Liu Jiangxia, Gründerin und CEO von WM Doll. Der jungen Frau ist gelungen, wovon viele Chinesinnen und Chinesen träumen, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). Liu hat aus einem Unternehmen der Old Economy eine erfolgreiche Hightech-Firma gemacht. 2010 startete sie ihre Firma in Zhong Shan im Süden Chinas mit der Herstellung von Schaufensterpuppen. Vor einigen Jahren begann sie mit der Entwicklung von Erotik-Puppen aus Silikon und TPE, einem speziellen, gummiartigen Kunststoff.

Der Durchbruch kam im vergangenen Jahr, als WM Doll verschiedene KI-Features in seine Produkte einbaute. Liu zur NZZ: „Jetzt bieten unsere Puppen den Nutzern emotionale Begleitung.“ Anhand dessen, was der Mann zu seiner Freundin aus Silikon oder TP sagt, erkenne diese seine Bedürfnisse, Sorgen und Ängste – und antworte entsprechend. Dies sei der erste Schritt einer Entwicklung von einer regungslosen Puppe hin zu einem menschenähnlichen Wesen. „Bis jetzt reagieren unser Puppen ausschließlich auf Sprache“, sagt Liu. Doch das soll sich in Zukunft ändern. Dann sollen sie auch Verhaltensweisen und Bewegungen der Nutzer erkennen.

WM Doll ist nicht der einzige chinesische Hersteller von Spielzug für Erwachsene, der bei der Entwicklung seiner Produkte mit künstlicher Intelligenz experimentiert. Im Süden Chinas, dort wo die großen Anbieter der Branche ihre Fabriken haben, ist das KI-Fieber ausgebrochen. Die chinesischen Anbieter dominieren den Weltmarkt. Rund 70 Prozent aller Spielzeuge für Erwachsene stammen aus dem Reich der Mitte. Und das Geschäft wächst rasant. Im Jahr 2023 wurden weltweit Erotik-Spielzeuge mit einem Wert von 43,5 Milliarden Dollar verkauft. Bis 2032 soll das Volumen auf 160 Milliarden Dollar steigen.

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