In der WDR-Sendung Aktuelle Stunde wollte man am Freitag über das Sicherheitsgefühl der Menschen berichten. Der Grundtenor: Es ist weniger schlimm, als man meint. Dazu zog man als vermeintliche Expertin, die Neurowissenschaftlerin Maren Urner, hinzu. Sie erklärt: Die gestiegene Kriminalität sei auch ausgelöst durch ein zunehmendes Gefühl der Unsicherheit.
Mit jeder Straftat, über die öffentlich diskutiert und berichtet wird, nehme das Gefühl der Unsicherheit zu, wird Urner in der Sendung zitiert. „Das Ganze kann dann am Ende zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Also sprich, wenn mehr Ängste da sind, fangen Menschen zum Beispiel auch an, sich zu bewaffnen“, meint Urner. Sie schlussfolgert: „Und das kann tatsächlich dann zu einer erhöhten Kriminalität führen.“
Urner ist eigentlich Professorin für Nachhaltige Transformation an der FH Münster – kennt sich jedoch mit Medienauftritten aus und ist tief politisch: Sie setzt sich für „konstruktiven Journalismus“ ein. Seit 2025 ist sie außerdem Mitglied im deutschen Club of Rome. 2023 wirkte sie an der Erstellung eines „Medienleitfadens Klima“ der „Psychotherapists for Future“ mit, der Journalisten anwies, wie „ressortübergreifend über die Klimakrise berichtet werden kann, ohne dabei Nachrichtenvermeidung, Abwehr und Hilflosigkeit auszulösen“. Dieses Jahr tritt sie darüber hinaus in der Dokumentation über den ehemaligen Grünen-Chef Robert Habeck auf (mehr dazu hier).
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